Inhaltsverzeichnis
- Was ist die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit?
- Das Wichtigste in Kürze
- Symptome der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit
- Diagnose der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit
- Behandlungsmöglichkeiten
- Prävention der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit
- Verlauf und Prognose
- Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit bei Kindern
- Unterschiede zu anderen Krankheiten
- Praxistipps
- Häufig gestellte Fragen
- Fazit + CTA
- Quellen
Was ist die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit?
Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit (HMFK) überrascht viele Eltern: Jedes Jahr erkranken Millionen Kinder weltweit daran. Aber was steckt hinter dieser Virusinfektion?
Definition und Ursachen
Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die hauptsächlich durch das Coxsackievirus A16 und das Enterovirus 71 verursacht wird [1]. Diese Viren gehören zur Gruppe der Enteroviren, die besonders im Sommer und Herbst aktiv sind. Der Name der Krankheit leitet sich von den typischen Symptomen ab: Ausschläge an Händen, Füßen und im Mund.
Übertragungswege
Die Übertragung der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit erfolgt vorwiegend durch direkten Kontakt mit infizierten Personen. Dies kann über Speichel, Nasensekrete oder Flüssigkeiten aus den Bläschen geschehen. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten verbreitet sich das Virus schnell. Auch kontaminierte Oberflächen und Gegenstände können Ansteckungsquellen sein.
Achtung: Die Krankheit ist besonders in den ersten Tagen der Infektion ansteckend. Daher sollten Erkrankte in dieser Zeit möglichst zu Hause bleiben.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit ist eine häufige Virusinfektion bei Kindern.
- Hauptsächlich durch das Coxsackievirus A16 verursacht.
- Symptome: Ausschlag an Händen, Füßen und im Mund.
- Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt und kontaminierte Oberflächen.
- Besonders ansteckend in den ersten Tagen der Erkrankung.
Symptome der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit
Die Symptome der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit können variieren. Doch oft gibt es klare Anzeichen, die auf die Infektion hinweisen.
Frühe Anzeichen
Zu den ersten Symptomen gehören Fieber, Halsschmerzen und Appetitlosigkeit. Diese unspezifischen Anzeichen treten oft ein bis zwei Tage vor dem charakteristischen Ausschlag auf. Kinder können sich müde und gereizt fühlen, was den Alltag zusätzlich erschwert.
Fortgeschrittene Symptome
Nach den anfänglichen Symptomen entwickeln sich kleine rote Flecken im Mund, die sich zu schmerzhaften Bläschen ausweiten. Auch an Händen und Füßen treten rote Flecken und Bläschen auf. Diese Hautausschläge sind meist nicht juckend, können aber sehr schmerzhaft sein, besonders im Mundbereich [2].
Wichtig: Bei starkem Fieber oder wenn das Kind nicht trinken kann, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Diagnose der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit

Eine schnelle und genaue Diagnose ist entscheidend, um die Krankheit effektiv zu behandeln und weitere Ansteckungen zu vermeiden.
Klinische Untersuchung
Der Kinderarzt kann die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit oft anhand der typischen Symptome diagnostizieren. Die Kombination aus Fieber und dem charakteristischen Ausschlag an Händen, Füßen und im Mund ist meist ein klarer Hinweis.
Labortests
In seltenen Fällen kann ein Labortest notwendig sein, um das Virus eindeutig zu identifizieren. Hierbei werden Proben aus Bläschen oder Rachenabstriche entnommen. Diese Tests sind jedoch nur in speziellen Fällen nötig, etwa bei untypischen Verläufen oder Komplikationen [3].
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Medikamentöse Behandlung
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie für die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können jedoch helfen, Fieber und Schmerzen zu lindern. Bei starkem Bläschenausschlag im Mund können spezielle Mundspülungen Erleichterung verschaffen.
Hausmittel und Pflege
Hausmittel wie kühle Kompressen oder Kamillentee können die Beschwerden lindern. Wichtig ist, dass die Kinder ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um Dehydrierung zu vermeiden. Weiche, milde Nahrung ist oft besser verträglich als feste Speisen [4].
Tipp: Regelmäßiges Händewaschen und das Desinfizieren von Oberflächen helfen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Prävention der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit

Vorbeugung ist der Schlüssel, um die Ausbreitung der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit zu verhindern.
Hygienemaßnahmen
Regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist eine der effektivsten Methoden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Auch das Desinfizieren von Spielzeug und Oberflächen in Kindergärten und zu Hause ist wichtig. Kinder sollten angehalten werden, nicht an ihren Fingern zu lutschen oder sich ins Gesicht zu fassen.
Impfmöglichkeiten
Derzeit gibt es in Deutschland keine zugelassene Impfung gegen die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit. In einigen asiatischen Ländern existieren jedoch Impfstoffe, die vor allem gegen das Enterovirus 71 schützen. Diese könnten in Zukunft auch in Europa verfügbar werden [5].
Verlauf und Prognose
Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit ist in der Regel harmlos, kann aber unangenehm sein.
Dauer der Erkrankung
Die Symptome der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit dauern in der Regel 7 bis 10 Tage. In dieser Zeit klingen die Symptome meist von selbst ab, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.
Langfristige Auswirkungen
Langfristige Komplikationen sind selten. In sehr seltenen Fällen kann das Virus jedoch schwerwiegendere Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung verursachen. Bei ungewöhnlich starken Symptomen oder Komplikationen sollte ein Arzt konsultiert werden.
Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit bei Kindern
Kinder sind die Hauptbetroffenen dieser Erkrankung, was besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Besonderheiten bei Kleinkindern
Kleinkinder unter fünf Jahren sind am häufigsten betroffen. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt, was die Anfälligkeit erhöht. Die Symptome können bei ihnen intensiver sein, und die Krankheit breitet sich in Kindergärten schnell aus.
Tipps für Eltern
Eltern sollten bei ersten Anzeichen der Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit umgehend Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören das Isolieren des Kindes zu Hause, das Anbieten von weicher Nahrung und das Sicherstellen ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Auch das regelmäßige Desinfizieren von Spielzeug und Oberflächen ist wichtig, um die Verbreitung zu verhindern.
Unterschiede zu anderen Krankheiten
Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit kann leicht mit anderen Krankheiten verwechselt werden, besonders wenn es um Hautausschläge geht.
Abgrenzung zu Windpocken
Windpocken verursachen ebenfalls einen Ausschlag, jedoch am gesamten Körper und nicht nur an Händen und Füßen. Zudem sind die Bläschen bei Windpocken stärker juckend und treten häufig in verschiedenen Entwicklungsstadien auf.
Vergleich mit Masern
Masern beginnen oft mit einem Hautausschlag im Gesicht, der sich über den Körper ausbreitet. Im Gegensatz zur Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit sind Masern jedoch durch eine Impfung vermeidbar und gehen mit schwereren Symptomen einher.
Praxistipps
- Hände waschen: Regelmäßiges Händewaschen ist entscheidend, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern.
- Flüssigkeit zuführen: Achte darauf, dass dein Kind ausreichend trinkt, um Dehydrierung zu vermeiden.
- Weiche Nahrung: Biete weiche und kühle Speisen an, um den Mundbereich zu schonen.
- Isolation: Halte dein Kind während der ansteckenden Phase von anderen Kindern fern.
- Spielzeug desinfizieren: Reinige regelmäßig Spielzeug und Oberflächen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Häufig gestellte Fragen
Fazit + CTA
Die Hand-Mund-und-Fuß-Krankheit ist eine häufige, aber meist harmlose Kinderkrankheit. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen und einer guten Pflege lässt sich die Verbreitung effektiv eindämmen. Sorge dafür, dass dein Kind gut versorgt ist und halte Hygieneregeln ein. Bei Fragen oder Unsicherheiten wende dich an einen Kinderarzt.