Nahrungsergänzungsmittel kaufen: Hochwertige Produkte online

Nahrungsergänzungsmittel kaufen

Das Wichtigste in Kürze

Vielfältige Optionen: Nahrungsergänzungsmittel gibt es in zahlreichen Kategorien wie Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Extrakte und Omega-3-Fettsäuren, die unterschiedliche Gesundheitsziele unterstützen

Qualität ist entscheidend: Zertifikate, Laborprüfungen und Herkunftsnachweise sind wichtige Indikatoren für hochwertige Produkte mit echter Wirksamkeit

Sicherheit vor Nebenwirkungen: Eine sachgerechte Dosierung und Beratung durch Fachpersonen sind essenziell, um Überdosierungen und unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden

Bioverfügbarkeit beachten: Nicht alle Nährstoffe werden vom Körper gleich gut aufgenommen – die richtige Darreichungsform erhöht die Effektivität entscheidend

Regulatorischer Rahmen: Das Nahrungsergänzungsmittelgesetz in Deutschland schreibt vor, welche Substanzen erlaubt sind und wie sie gekennzeichnet werden müssen

Arten von Nahrungsergänzungsmitteln im Überblick

Der globale Markt für Nahrungsergänzungsmittel wird laut aktuellen Marktanalysen bis 2027 auf über 230 Milliarden US-Dollar anwachsen – ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein für präventive Gesundheitspflege und gezielte Supplementierung. Wer heute Nahrungsergänzungsmittel kaufen möchte, steht vor einer schier unüberschaubaren Produktvielfalt. Die Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexperten der VitaPromote Redaktion beschäftigen sich täglich mit der Frage, welche Produkte wirklich halten, was sie versprechen. Ihre Einschätzung: Der erste und wichtigste Schritt ist es, die verschiedenen Kategorien zu verstehen – denn nur wer weiß, was er kauft, kann sinnvoll supplementieren [1].

Das Angebot lässt sich in mehrere Hauptkategorien einteilen, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die richtige Wahl hängt stark von individuellen Gesundheitszielen, dem Lebensstil und eventuellen Nährstoffmängeln ab.

Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe bilden das absolute Fundament der Supplementierung – sie sind gleichzeitig die meistgekauften Nahrungsergänzungsmittel weltweit und steuern hunderte von Körperfunktionen wie Energieproduktion, Immunabwehr, Knochengesundheit und Hormonsynthese. Diese essenziellen Mikronährstoffe sind für die Aufrechterhaltung grundlegender Körperfunktionen unverzichtbar [1].

Nehmen wir Vitamin D als konkretes Beispiel. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind – besonders in den sonnenarmen Wintermonaten, wenn der Körper über die Haut kaum eigenes Vitamin D produzieren kann. Ein gut dosiertes Vitamin-D3-Präparat kann hier Knochengesundheit, Immunsystem und allgemeines Wohlbefinden spürbar unterstützen [1].

Anders verhält es sich mit Cobalamin (Vitamin B12) — ein wasserlösliches Vitamin, das fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, muss B12 zwingend supplementieren. Ein unbehandelter Mangel führt zunächst zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen – langfristig drohen jedoch ernsthafte neurologische Schäden. Hier empfehlen Ernährungswissenschaftler entweder hochdosierte B12-Einzelpräparate oder einen hochwertigen B-Komplex.

Bei den Mineralstoffen zur Nahrungsergänzung sticht Magnesium besonders heraus. Es ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und beeinflusst Muskelentspannung, Stressresistenz und Schlafqualität direkt. Sportler, Berufstätige unter Dauerdruck und ältere Menschen haben häufig einen erhöhten Magnesiumbedarf, der über die normale Ernährung kaum zu decken ist.

Wichtig: Bei der Auswahl von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten unbedingt auf die Bioverfügbarkeit achten. Nicht alle Formen sind gleich gut vom Körper aufzunehmen. Magnesiumcitrat etwa wird deutlich besser resorbiert als das günstigere Magnesiumoxid – ein Unterschied, der sich im Alltag bemerkbar macht.

Pflanzliche Extrakte und natürliche Inhaltsstoffe

Pflanzliche Extrakte enthalten oft mehrere bioaktive Verbindungen gleichzeitig, die synergistisch zusammenwirken und sich dadurch grundlegend von isolierten synthetischen Einzelstoffen unterscheiden – hochwertige pflanzliche Nahrungsergänzung auf Basis von standardisierten Extrakten bietet oft eine überlegene Wirksamkeit gegenüber einzelnen isolierten Wirkstoffen. Natürliche Nahrungsergänzung auf Pflanzenbasis erlebt gerade eine Renaissance – und das aus gutem Grund [2].

Curcumin aus Kurkuma ist dafür das Paradebeispiel. Seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin eingesetzt, belegen aktuelle Studien seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften eindrucksvoll. Hochwertige Curcumin-Präparate kombinieren den Wirkstoff mit Piperin aus schwarzem Pfeffer – das steigert die Aufnahme im Darm um bis zu 2.000 Prozent [2].

Ohne diesen Trick landet der Großteil des Curcumins schlicht im Abfluss. Ginkgo biloba, Echinacea, Ashwagandha, Baldrian – die Liste bewährter Pflanzenwirkstoffe ist beeindruckend. Gleichzeitig gilt: Natürliche Inhaltsstoffe sind nicht automatisch harmlos. Johanniskraut etwa, traditionell bei leichten Verstimmungen eingesetzt, interagiert nachweislich mit Antidepressiva, Antibiotika und Verhütungsmitteln. Diese Wechselwirkungen werden von Anwendern regelmäßig unterschätzt.

Tipp: Achten Sie bei pflanzlichen Supplements auf standardisierte Extrakte. Nur wenn ein Produkt einen definierten Gehalt an Wirkstoffen garantiert – etwa „5 % Piperin” oder „95 % Curcuminoide” – können Sie sicher sein, tatsächlich eine wirksame Menge zu erhalten.

Aminosäuren und Proteine

Neun essentielle Aminosäuren muss der Körper zwingend über die Nahrung aufnehmen – er kann sie nicht selbst herstellen, weshalb hochwertige Aminosäure- und Proteinpräparate für Sportler, ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Ernährung oft therapeutisch sinnvoll sind. Für Sportler, ältere Menschen mit erhöhtem Proteinbedarf oder Menschen mit eingeschränkter Ernährung sind Aminosäure- und Proteinpräparate deshalb oft mehr als nur eine Bequemlichkeit [1].

Whey-Protein (Molkenprotein) wird schnell absorbiert und ist reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) — Aminosäuren mit einer verzweigten Kohlenstoffkette, die besonders für Muskelaufbau relevant sind – ideal direkt nach dem Training. Casein dagegen gibt Aminosäuren langsam ab und eignet sich gut vor dem Schlafengehen. Für Veganer haben sich Erbsen- und Reisprotein als vollwertige Alternativen etabliert, besonders wenn sie kombiniert eingesetzt werden.

Kreatin ist in puncto Evidenz eines der am besten untersuchten Sportsupplements überhaupt. Zahlreiche kontrollierte Studien belegen, dass es Muskelkraft und Ausdauerleistung messbar verbessert. Glutamin wiederum unterstützt nach intensiven Trainingseinheiten die Regeneration und stabilisiert das Immunsystem.

Achtung: Nicht alle Proteinpräparate sind gleich hochwertig. Günstige Pulver enthalten mitunter erhebliche Mengen an Füllstoffen, künstlichen Süßstoffen und wurden nicht auf Schwermetalle oder Pestizide getestet. Ein Nahrungsergänzungsmittel Test durch unabhängige Labore – etwa Ökotest oder Stiftung Warentest – schafft hier Orientierung.

Omega-3-Fettsäuren und Öle

EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) — zwei mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann — sind für Herz, Gehirn und Gelenke unverzichtbar, wobei die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Zufuhr von mindestens 250 mg EPA und DHA empfiehlt. In westlichen Ernährungsgewohnheiten fehlen sie regelmäßig, weil kaum jemand zwei- bis dreimal pro Woche fetten Seefisch isst [2].

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von mindestens 250 mg EPA und DHA. Aktuelle Studien belegen, dass ausreichende Omega-3-Versorgung Entzündungsmarker senkt, den Blutdruck reguliert und das kardiovaskuläre Risiko messbar reduziert. Bei erhöhten Triglyceridwerten können hochdosierte Omega-3-Präparate sogar therapeutisch eingesetzt werden – in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Wer keinen Fisch mag oder vegan lebt, findet in Algenöl-Supplements eine hervorragende Alternative: Algen sind schließlich die Ursprungsquelle, aus der Fische ihre Omega-3-Fettsäuren beziehen. Krill-Öl punktet zusätzlich mit dem Antioxidans Astaxanthin und einer besonders hohen Bioverfügbarkeit.

Nährstoffmangel erkennen und gezielt supplementieren

Der Körper sendet oft früh Signale, wenn ihm etwas fehlt – Müdigkeit, Haarausfall und Muskelkrämpfe können auf spezifische Nährstoffmängel hindeuten, die durch gezielt dosierte Supplementierung behoben werden können. Müde ohne erkennbaren Grund? Haare, die büschelweise ausfallen? Muskeln, die nachts krampfen?

Müdigkeit und Konzentrationsprobleme deuten häufig auf Eisen-, B12- oder Vitamin-D-Mangel hin. Brüchige Nägel und Haarausfall können auf Zink-, Eisen- oder Biotinmangel hinweisen. Ein geschwächtes Immunsystem, das jeden Infekt aufgreift, ist oft ein Zeichen für Mikronährstoffmangel – häufig Vitamin C, Zink oder Vitamin D [1].

Die VitaPromote Redaktion betont in ihrer Beratungspraxis immer wieder denselben Punkt: Erst messen, dann supplementieren. Ein einfacher Bluttest beim Hausarzt gibt Aufschluss über die tatsächlichen Versorgungswerte. Wer ins Blaue hinein supplementiert, verschwendet nicht nur Geld – er riskiert im Extremfall sogar eine Überversorgung.

Besonders gefährdet für Nährstoffmangel sind:

– Ältere Menschen (Vitamin D, B12, Calcium)
– Schwangere und Stillende (Folsäure, Eisen, Jod)
– Menschen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
– Veganer und Vegetarier (B12, Eisen, Zink, Omega-3)

Wichtig: Selbstmedikation mit hochdosierten Vitaminen ohne ärztliche Beratung kann zu Toxizität führen. Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A und D reichern sich im Körper an – eine chronische Überversorgung ist alles andere als harmlos.

Sicherheit und Qualität beim Kauf

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist kaum zu überblicken – zwischen seriösen Herstellern mit aufwendigen Qualitätsprozessen und Billigprodukten zweifelhafter Herkunft liegen Welten, wobei unabhängige Zertifizierungen und Laborprüfungen die zuverlässigsten Qualitätsindikatoren darstellen. Zwischen seriösen Herstellern mit aufwendigen Qualitätsprozessen und Billigprodukten zweifelhafter Herkunft liegen Welten. Wie unterscheidet man sie?

Zertifizierungen und Laborprüfungen

Zertifikate sind handfeste Qualitätsnachweise, die unabhängige Prüfungen und Kontrollen dokumentieren und Verbrauchern Sicherheit bieten – das NSF International Certified Mark etwa belegt, dass ein Produkt auf Schwermetalle, Pestizide, Mykotoxine und weitere Kontaminanten geprüft wurde. Das NSF International Certified Mark etwa belegt, dass ein Produkt auf Schwermetalle, Pestizide, Mykotoxine und weitere Kontaminanten geprüft wurde. Das USP-Siegel (United States Pharmacopeia) garantiert, dass Wirkstoffgehalt und Reinheit den deklarierten Werten entsprechen. Bio-Siegel und vegane Zertifizierungen runden das Bild ab [2].

In der klinischen Praxis zeigt sich immer wieder: Produkte ohne unabhängige Prüfzertifikate enthalten häufig weniger Wirkstoff als angegeben – oder mehr unerwünschte Begleitstoffe. Seriöse Hersteller veröffentlichen ihre Laborergebnisse (Certificate of Analysis) transparent auf ihrer Website oder stellen sie auf Anfrage bereit. Wer das nicht tut, hat vermutlich Gründe dafür.

Das Nahrungsergänzungsmittelgesetz (NemV) bildet in Deutschland die rechtliche Grundlage: Es basiert auf der EU-Richtlinie 2002/46/EG und legt fest, welche Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden dürfen, wie sie zu kennzeichnen sind und welche Höchstmengen gelten [1].

Tipp: Achten Sie auf Produkte, die Chargen- oder Losnummern angeben. Das ermöglicht im Problemfall eine lückenlose Rückverfolgbarkeit – ein Zeichen professioneller Qualitätssicherung.

Herkunft und Rohstoffe

Woher stammen die Rohstoffe? Diese Frage ist entscheidender, als viele Verbraucher ahnen – hochwertige Rohstoffe aus nachhaltigen Quellen und biologischem Anbau sind weniger mit Pestiziden und Schwermetallen belastet und erfordern sorgfältige Verarbeitung unter kontrollierten Bedingungen. Fischöl sollte aus nachhaltig gefangenen Fischen oder zertifizierten Aquakulturen stammen – Zertifizierungen wie MSC (Marine Stewardship Council) geben Orientierung. Pflanzliche Rohstoffe aus biologischem Anbau sind in der Regel weniger mit Pestiziden belastet.

Die Verarbeitung spielt ebenfalls eine Rolle. Empfindliche Vitamine wie Vitamin C und verschiedene B-Vitamine verlieren bei hohen Temperaturen an Wirksamkeit. Hochwertige Hersteller arbeiten mit schonenden Extraktionsverfahren und lagern ihre Rohstoffe unter kontrollierten Bedingungen.

Achtung: Ein Preis, der deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt, ist selten ein Schnäppchen – er ist meistens ein Warnsignal. Qualitätsrohstoffe, unabhängige Laborprüfungen und seriöse Zertifizierungen kosten Geld. Dieses Geld muss irgendwo herkommen.

Bioverfügbarkeit und Bioavailabilität

Bioverfügbarkeit (auch Bioavailabilität genannt) beschreibt den Anteil eines Nährstoffs, der nach der Einnahme tatsächlich im Blutkreislauf ankommt und vom Körper genutzt werden kann – ein Supplement kann eine beeindruckende Wirkstoffmenge auf dem Etikett zeigen, doch wenn der Körper den Nährstoff kaum aufnehmen kann, nützt die hohe Dosierung wenig. Ein Supplement kann eine beeindruckende Wirkstoffmenge auf dem Etikett zeigen – wenn der Körper den Nährstoff aber kaum aufnehmen kann, nützt die hohe Dosierung wenig [2].

Magnesium ist das Schulbeispiel schlechthin. Magnesiumoxid – die günstigste und häufigste Form – hat eine Bioverfügbarkeit von unter 10 Prozent und wirkt zudem abführend. Magnesiumcitrat, Magnesiummalat und Magnesiumglycinat werden deutlich besser aufgenommen.

Nährstoff Hochwertige Form Bioverfügbarkeit Günstige Form Bioverfügbarkeit
Magnesium Magnesiumcitrat 60-70% Magnesiumoxid <10%
Zink Zinkpicolinat 40-50% Zinkoxid 15-20%
Eisen Eisenbisglycinat 25-30% Eisenfumarat 20-25%
Calcium Calciumcitrat 35-40% Calciumcarbonat 20-30%

Ähnlich verhält es sich mit Zink: Zinkpicolinat und Zinkglycinat übertreffen Zinkoxid in der Resorption erheblich. Auch Kombinationen machen einen Unterschied: Calcium wird mit Vitamin D besser aufgenommen, Eisen mit Vitamin C. Gute Hersteller berücksichtigen diese Synergien bereits in der Produktformulierung – das ist ein Merkmal, auf das es sich zu achten lohnt.

Dosierung und Nebenwirkungen

Die empfohlene Tagesdosis (RDA) für Vitamine und Mineralstoffe wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf Basis wissenschaftlicher Studien festgelegt – diese Werte sind der Ausgangspunkt, doch individuelle Bedürfnisse können deutlich abweichen, besonders bei fettlöslichen Vitaminen, die sich im Körper anreichern. Diese Werte sind der Ausgangspunkt – aber individuelle Bedürfnisse können deutlich abweichen [1].

Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C und die B-Vitamine werden bei Überschuss über den Urin ausgeschieden – das macht sie vergleichsweise sicher. Anders sieht es bei fettlöslichen Vitaminen aus. Vitamin A, D, E und K reichern sich im Körpergewebe an. Eine chronische Überversorgung mit Vitamin A verursacht Kopfschmerzen, Übelkeit, Haarausfall und kann die Knochen schädigen. Zu viel Vitamin D führt zu Hyperkalzämie – mit möglichen Nierenschäden als Folge. Hochdosierte Vitamine gehören deshalb in ärztliche Begleitung, nicht in die Eigenregie.

Nebenwirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln sind oft mild: Magenverstimmung, vorübergehende Übelkeit, Kopfschmerzen. Manchmal aber sind sie ernsthafter – besonders wenn Supplements auf Medikamente treffen. Vitamin K beeinflusst die Wirkung von Blutverdünnern wie Warfarin. Calcium hemmt die Aufnahme bestimmter Antibiotika. Johanniskraut schwächt die Wirkung der Pille und zahlreicher Psychopharmaka ab.

Wichtig: Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker immer über alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen – besonders wenn Sie Medikamente nehmen. Manche Kombinationen sind gefährlich, auch wenn sie harmlos klingen.

Das Nahrungsergänzungsmittelgesetz und seine Bedeutung für Verbraucher

Das Nahrungsergänzungsmittelgesetz (NemV) schützt Verbraucher durch strenge Regulierung – es basiert auf der EU-Richtlinie 2002/46/EG und regelt, welche Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden dürfen, wie Produkte zu kennzeichnen sind und welche Höchstmengen gelten, wobei nur Substanzen auf der sogenannten Positivliste zugelassen sind. Nur Substanzen auf der sogenannten Positivliste sind zugelassen [1].

Was das konkret bedeutet: Ein Hersteller darf nicht einfach irgendwelche Wirkstoffe in seine Kapseln füllen. Die Nährwertkennzeichnung ist Pflicht, ebenso wie klare Angaben zur empfohlenen Tagesdosis und Warnhinweise für spezifische Gruppen wie Schwangere oder Kinder.

Besonders wichtig: Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht mit Krankheitsaussagen beworben werden. Ein Hersteller darf nicht behaupten, sein Produkt heile Arthritis oder schütze vor Krebs. Erlaubt sind ausschließlich sogenannte Health Claims – Aussagen über die Unterstützung normaler Körperfunktionen –, die von der EFSA wissenschaftlich geprüft und genehmigt wurden.

Trotz dieser Regulierung gibt es auf dem Markt Produkte, die Lücken ausnutzen oder irreführend kommunizieren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt regelmäßig vor spezifischen Produkten und veröffentlicht entsprechende Risikoeinschätzungen auf seiner Website [1].

Beratung und Auswahl der richtigen Produkte

Welches Produkt passt wirklich zu Ihnen? Diese Frage lässt sich nicht aus dem Regal heraus beantworten – der sinnvollste erste Schritt ist immer das Gespräch mit einem Arzt oder zertifizierten Ernährungstherapeuten, die diagnostizieren können, ob überhaupt ein Mangel vorliegt. Der sinnvollste erste Schritt ist immer das Gespräch mit einem Arzt oder zertifizierten Ernährungstherapeuten. Sie können diagnostizieren, ob überhaupt ein Mangel vorliegt, welche Nährstoffform am besten geeignet ist und wie lange supplementiert werden sollte.

Apotheker sind ebenfalls kompetente Ansprechpartner – besonders wenn es um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten geht. Viele Apotheken bieten gezielte Beratungsgespräche zu Nahrungsergänzungsmitteln an, die diesen Namen auch verdienen.

Bei der konkreten Produktauswahl helfen folgende Kriterien:

  • Transparenz des Herstellers – Werden Laborergebnisse öffentlich zugänglich gemacht? Ist die Herkunft der Rohstoffe nachvollziehbar?
  • Qualitätszertifikate – NSF International, USP, ISO-Zertifizierung oder Bio-Siegel sind verlässliche Orientierungspunkte.
  • Spezifische Nährstoffformen – Magnesiumcitrat statt Magnesiumoxid, Zinkpicolinat statt Zinkoxid. Die Form entscheidet über die Wirkung.
  • Vollständige Zutatenliste – Alle Inhaltsstoffe, Füllstoffe und Hilfsstoffe müssen deklariert sein. Künstliche Farb- und Aromastoffe sind ein Zeichen für mangelnde Sorgfalt.
  • Angemessene Dosierung – Weder zu hoch noch symbolisch niedrig. Die Dosierung sollte sich an wissenschaftlichen Empfehlungen orientieren.

Die Gesundheitsexperten der VitaPromote Redaktion empfehlen außerdem, einen Nahrungsergänzungsmittel Test durch unabhängige Prüfinstitute wie Ökotest oder Stiftung Warentest als Entscheidungshilfe zu nutzen. Diese Tests überprüfen regelmäßig beliebte Produkte auf Wirkstoffgehalt, Reinheit und Deklarationsehrlichkeit – und fördern dabei immer wieder überraschende Ergebnisse zutage.

Tipp: Lesen Sie Kundenbewertungen kritisch. Viele Online-Rezensionen sind gefiltert oder gefälscht. Verlassen Sie sich lieber auf unabhängige Testergebnisse und fachkundige Beratung als auf Sternebewertungen.

Kaufkanäle: Online vs. Einzelhandel

Nahrungsergänzungsmittel kaufen – das geht heute auf viele Arten – jeder Kanal hat seine Berechtigung, aber auch seine Tücken, wobei Apotheken das höchste Beratungsniveau bieten, während Online-Apotheken Bequemlichkeit und Transparenz kombinieren.

Apotheken bieten das höchste Beratungsniveau. Apotheker können Wechselwirkungen prüfen, Dosierungen einschätzen und gezielt empfehlen. Die Preise sind manchmal höher – die Sicherheit ist es wert.

Drogerien wie dm oder Rossmann haben ihr Angebot in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Die Preise sind wettbewerbsfähig, die Beratung bleibt jedoch begrenzt. Für gut informierte Käufer mit klarem Produktwunsch eine solide Option.

Vitamine kaufen online ist bequem und oft günstiger. Spezialisierte Online-Apotheken und etablierte Supplement-Shops bieten eine große Auswahl, transparente Produktinformationen und häufig direkten Zugang zu Laborberichten. Wichtig ist, nur bei vertrauenswürdigen Anbietern zu bestellen – erkennbar an EU-Zulassung, Impressum, und seriösen Kundenbewertungen auf unabhängigen Plattformen.

Achtung: Auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay tauchen immer wieder gefälschte oder minderwertige Produkte auf – teils ohne Zulassung für den deutschen Markt. Kaufen Sie Supplements vorzugsweise direkt beim Hersteller oder in autorisierten Online-Apotheken.

Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Häufig gestellte Fragen

Sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig?

Nicht für jeden – eine ausgewogene, vielfältige Ernährung deckt bei vielen Menschen den Nährstoffbedarf ausreichend, doch es gibt Situationen, in denen Supplementierung sinnvoll oder sogar notwendig ist, etwa bei diagnostiziertem Nährstoffmangel, veganer Ernährung oder im höheren Alter. Es gibt jedoch Situationen, in denen Supplementierung sinnvoll oder sogar notwendig ist:

  • Bei diagnostiziertem Nährstoffmangel
  • Vegane Ernährung (vor allem Vitamin B12)
  • In der Schwangerschaft (Folsäure, Eisen, Jod)
  • Im höheren Alter
  • Bei Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen

Der klügste Ansatz: erst einen Bluttest machen lassen, dann gezielt supplementieren. Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigt, dass etwa 30 % der Bevölkerung von gezielter Supplementierung profitieren würde, während 70 % durch optimierte Ernährung ausreichend versorgt wären.

Kann ich zu viele Vitamine einnehmen?

Ja – besonders bei fettlöslichen Vitaminen wie A, D, E und K ist das ein reales Risiko, da sie sich im Körpergewebe anreichern und bei chronischer Überversorgung toxisch wirken können. Sie reichern sich im Körpergewebe an und können bei chronischer Überversorgung toxisch wirken. Zu viel Vitamin A schädigt Leber und Knochen. Zu viel Vitamin D löst Hyperkalzämie aus, die die Nieren gefährdet. Wasserlösliche Vitamine wie C und B-Vitamine sind sicherer, aber auch hier können sehr hohe Dosen Nebenwirkungen auslösen.

Halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungen – und konsultieren Sie bei Unsicherheit einen Arzt. Die EFSA hat für alle zugelassenen